Insiderbericht (Muster) vom 03.09.2016

Größere KAUF-Volumina

Einer, der zu den sogenannten Firmen-Insidern gehört, hat sich schon lange einen Namen gemacht und zählt zu den Superreichen in Europa: Der russische Milliardär, Stahlunternehmer und "Vorzeige-Oligarch" Alexey Mordashov, ist zweifellos in den vergangenen Handelstagen unser "Insider der Woche". Nicht nur, dass der mit seinen Beteiligungs- und Investmentfirmen, der Unifirm Limited (Briefkastenfirma auf Zypern) sowie der Sungrebe Investments Limited (wird auch wie Aterra Investments zu 100% von ihm kontrolliert), in Höhe mehrere Hundert Millionen Russischem Rubel (RUB) bzw. Britischem Pfund (GBp) Aktien der TUI AG gekauft bzw. verkauft hat. Im wesentlichen waren dies unternehmensgruppen-interne Transfers. Darüber hinaus hatte Mordashov aber gerade am 29., 30. und 31. August in einer Vielzahl erhebliche Volumina gekauft, teils auch in GBp und Rubel. Damit dominierte er in der vergangenen Woche ganz klar die gemel-deten Insideraktivitäten auf der KÄUFER-Seite.Milliardär Alexey A. Mordashov im Gespräch

TUI AG: Milliardär Mordashov - der Insider mindestens dieser Woche

Bekanntlich ist der russische Oligarch Mordashov schon seit Jahren an der TUI investiert und dort größter Anteilseigner. Dass er jetzt häufiger KÄUFE an TUI-Aktien vornimmt, spricht dafür, dass er sein schon vor einem Jahr bekanntgewordenes Vorhaben, wieder einen strategisch wichtigen Anteil von über 25 Prozent an dem Touristik-Riesen zu erreichen, konsequent weiter betreibt. Durch eine Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Übernahme der britischen Tochtergesellschaft TUI-Travel vor rund zwei Jahren war Mordashovs Anteil deutlich unter die damals bereits erreichte 25-Prozent-Marke gesunken. Der Tourismuskonzern TUI hat seinerzeit das Investment des russischen Oligarchen mit Blick auf den expandierenden Russland-Markt positiv betrachtet. Der 50-Jährige Milliardär gilt in Wirtschaftskreisen als verlässlicher, nachhaltig sowie strategisch operierender Potentat.

Milliardär Alexey Mordashov - Foto: PAO Severstal

Börsen Insider Käufe und Verkäufe in der Woche bis 2. September

 

KRONES AG: Käufe von Brauerei-Besitzerin

Neben vereinzelten Insideraktivitäten ganz überwiegend auf der KÄUFER-Seite ist vielleicht in der vergangenen Woche noch eine Meldung interessant: Kurz nachdem am Vortag (31.8.) der Hersteller von Verpackungs- und Abfülltechnik, die KRONES AG, eine 80-Prozent-Beteiligung an einem US-amerikanischen Prozesstechnik-Unternehmen bekannt gab, griff die Krombacher Brauerei-Eigentümerin Petra Schadeberg-Hermann als Krones-Aufsichtsrätin zu und kaufte dort mehrere Aktienpakete im Volumen von rund einer halben Million Euro (EUR).

Die Woche in Zahlen - Fazit:

In der vergangenen Woche sind dank der herausragenden Aktivitäten des russischen Milliardärs Mordashov rund 18,5 Mio. EUR von Insidern in Aktien-KÄUFE investiert worden. Von dem insgesamt investierten Volumen zählen aber gerade einmal rund 2,85 Prozent zu Aktien-VERKÄUFEN. Offensichtlich sind auch Insider derzeit klar auf der "Long"-Seite und positiv gestimmt. Dementsprechend hat der durchschnittliche Insider-KAUF ein Volumen von rund einer halben Mio. EUR, hingegen sind die VERKÄUFER nur bereit gewesen, mit im Schnitt "bescheidenen" rund 180.000 EUR Kasse zu machen.

 

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Insiderbericht vom 11.03.2016

Börsenumfeld

10.000 Punkte - für den DAX ist das ab sofort das – charttechnische - „Maß aller Dinge“! Nachdem „Super-Mario“ am Donnerstag um 13:45 Uhr den Leitzins auf null gesenkt hatte, kannte die Freude der Investoren zunächst kein Ende mehr. Massive Käufe trieben den Deutschen Aktienindex in die Höhe – erst bei 9.995,84 Punkten kam der Deutsche Aktienindex zum Stehen. Abrupt folgte eine rasante Talfahrt, mit der es bis in den nachbörslichen Handel um mehr als 600 Punkte gen Süden ging. Erst knapp unterhalb der 9.400-Punkte-Marke fanden sich wieder mehr Käufer als Verkäufer. Währenddessen schlug das Währungspaar Euro/US-Dollar Kapriolen. Einem Sturz auf rund 1,0805 schloss sich ein plötzlicher Kursschub über die Marke von 1,12 an. Eine Feinunze Gold verteuerte sich rasend schnell um mehr als 35 US-Dollar und ging bei 1.272,13 US-Dollar und somit auf einem neuen Jahreshoch aus dem Handel. Der Freitag jedoch stellte das vorherige Handelsgeschehen komplett auf den Kopf. Dow, DAX & Co. schoss wieder kräftig nach oben. Der US-Leitindex ging bei 17.213 Punkten aus dem Handel, womit er ein neues Jahreshoch markierte. Der DAX schloss bei 9.831 Zählern, was einem Plus von mehr als 3,5 Prozent entsprach – nachbörslich touchierte er sogar die 9.900-Punkte-Marke. Der Euro legt gegenüber der US-Währung etwas zu und lag zu Wochenschluss ziemlich genau zwischen 1,11 und 1,12. Der Goldpreis ging bei 1.250 US-Dollar aus dem Handel, womit sich im Kerzenchart auf Tagesbasis eine erste Umkehrformation abzeichnet. Wie die Wähler den heutigen Super-Wahlsonntag mit ihrem Kreuz auf dem Stimmzettel gestalten, kann nicht vorhergesagt werden. Doch egal, welche Regierungskoalitionen sich abzeichnen: Politische Börsen haben „kurze Beine“. Kursrücksetzer sollten also zum Einstieg genutzt werden. Nota bene: Zu Wochenschluss ist Großer Verfall an den Terminbörsen – richten sie sich auf einen DAX ein, der sich den fünfstelleigen Kursbereich zurückerobert. Der Abrechnungspreis für DAX-Optionen und den DAX-Future, der am Freitag um 13 Uhr festgestellt wird, dürfte irgendwo zwischen 10.200 und 10.500 Punkten liegen. Woher wir unsere bullishe Sichtweise nehmen? Der DAX hat sowohl auf Tages- als auch auf Wochenbasis klare charttechnische Kaufsignale generiert - der Dow Jones-Index hatte es ihm lehrbuchmäßig vorgemacht. Wer in Short-Positionen steckt, sollte zumindest enge Stoppkurse platzieren, um seine Verluste im Rahmen zu halten. Wer noch auf seiner Liquidität sitzt, darf jetzt in deutsche Standardwerte einsteigen. Einem Zins, der sich gerade einmal so über der Nulllinie hält, steht ein DAX gegenüber, der mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von mehr als drei Prozent zu glänzen weiß.

Insideraktivitäten: Fresenius, Merck, Symrise, Continental, Qiagen

  • Im DAX gab es zuletzt bei der Fresenius SE Insidertransaktionen zu sehen. Gerhard Roggemann, Aufsichtsratsmitglied, erwarb 3.000 Aktien zum Kurs von 59,49 Euro, was ihn knapp 178.500 Euro kostete. Zugleich verkaufte er Kaufoptionen auf 1.000 seiner Aktien, was ihm genau 7.900 Euro einbrachte. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Gerd Krick, setzte rund 40.000 Euro ein, um sich 1.190 Faktor-Zertifikate (Faktor 4) auf die firmeneigenen Anteilscheine, ohne Laufzeitbegrenzung, ins Depot zu nehmen. Bei der Merck KGaA war mit Karl-Ludwig Kley der Vorstandsvorsitzende auf der Käuferseite anzutreffen. Er investierte knapp 50.000 Euro, um sich zum Kurs von 79,55 Euro genau 628 Aktien anzueignen.
  • Auch im MDAX kam es erneut bei zwei Unternehmen zu Insideraktivitäten. 4.000 Aktien orderte Heinz-Jürgen Bertram, Vorstandsmitglied der Symrise AG, kam bei 55,75 Euro zum Einstieg und bezahlte dafür etwas mehr als 223.000 Euro. Rolf Nonnenmacher, Mitglied des Aufsichtsrats der Continental AG, nahm rund 100.000 Euro in die Hand, um sich 428 Aktien zum Kurs von 195,780 Euro ins Depot zu legen.
  • Im TecDAX kam es bei der Qiagen N.V. zu etlichen Insidertransaktionen. Im Hinblick auf die vertragliche Vergütung in Form von Gratisaktien für den Aufsichtsrat, trennten sich vier Mitglieder dieses Gremiums von einigen ihrer Anteilscheine. Metin Colpan, Manfred Karobath, Elisabeth Tallett sowie Werner Brandt veräußerten insgesamt 10.511 Aktien zum Kurs von 19,66 Euro, was einem Volumen von knapp 2,07 Millionen Euro entsprach. Gleichzeitig wurden ihnen etwas mehr als 23.000 Gratis-Aktien ins Depot gebucht. Derweil trennte sich der Finanzvorstand Roland Sackers von 60.890 Aktien, wobei er zum Kurs von 19,52 Euro zum Ausstieg kam und somit 1,19 Millionen Euro einnahm. Für ihn gab es als Vergütung 118.018 Gratis-Aktien. Kurz darauf veräußerte er exakt 57.128 Aktien zum Kurs von 20,05 Euro, was einem Erlös von 1,145 Millionen ausmachte.
  • Im SDAX war zuletzt keine Insidertransaktion auszumachen.

 


 

Insiderbericht vom 04.03.2016

Börsenumfeld

„Geht doch!“ – möchte man fast sagen: Der DAX kann also noch ein wenig weiter steigen. Mitte der Woche gelang dem deutschen Leitindex dabei der Sprung über den bis dato hartnäckigen Widerstand bei rund 9.580 Punkten. Im Hoch bis kurz vor die 9.900-Punkte-Marke herangelaufen, wurde die Woche mit einem Plus von 275 Zählern oder rund drei Prozent beendet. Jetzt steht für den DAX aber auch schon die nächste Hürde an. Es gilt, sich über die Widerstandszone von 9.905 bis 9.930 Punkte hinwegzusetzen. Gelingt dieser Befreiungsschlag, wäre der Bereich von 10.120/30 Punkten das nächste Kursziel. Es waren überwiegend die anziehenden Notierungen am Ölmarkt, die dem Deutschen Aktienindex bis zuletzt den nötigen Auftrieb gaben. In den letzten Handelsstunden der Woche schoss der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent bis an die Marke von 39 US-Dollar hoch. Damit wurde der mittelfristige Abwärtstrend, der seit Anfang November Bestand hatte, nach oben hin verlassen. Etliche charttechnische Kaufsignale werden nun sehr wahrscheinlich für einen weiter steigenden Ölpreis sorgen, was wiederum die Aktienkurse beflügeln sollte. Das Währungspaar Euro/US-Dollar pendelte sich zu Wochenschluss auf Höhe der Marke von 1,10 ein, was aber nicht wirklich zum Aufschwung an den Aktienbörsen beitrug. US-Dollar/Japanischer Yen dürfte die Phase der Bodenbildung bald abgeschlossen haben. Zuletzt zwei Mal erfolgreich die Unterstützung bei 111 getestet, stehen die Notierungen nun bei 114 bereit zum Sprung hoch zur 116-Marke. Dieses Währungspaar ist von jeher ein zuverlässiger Gradmesser für die Risikobereitschaft der Anleger. Denn ein erstarkender US-Dollar lässt über „Carry-Trades“ weiteres Kapital in die Aktienmärkte fließen, was „Futter“ für die Bullen ist. Mit einem Dow Jones-Index, der am Freitag die 17.000-Punkte-Marke zurückerobert hat, dürfen wir uns auf an den Aktienmärkten auf einen weiter freundlichen Börsenmonat einstellen.

Insideraktivitäten: Metro, ProSiebenSat.1 Media, Klöckner & Co., Dürr

  • Im DAX gab es im Berichtszeitraum lediglich bei der Metro AG eine Insidertransaktion zu verzeichnen. Pieter C. Boone, Vorstandsmitglied, orderte 2.175 Aktien zum Kurs von 22,92 Euro, was ihn knapp 49.900 Euro kostete.
  • Auch im MDAX kam es bei zwei Unternehmen zu Insideraktivitäten. Bei der ProSiebenSat.1 Media AG veräußerte der Finanzvorstand Gunnar Wiederfels 42.000 Aktien zum Kurs von 46,57 Euro, was ihm rund 1,955 Millionen Euro einbrachte. 40.000 Aktien verkaufte sein Gremiumskollege Ralf Schremper, der zum Kurs von 46,49 Euro zum Ausstieg kam und ihm knapp 1,86 Millionen Euro in die Kasse spülte. Mit Antoinette P. Aris aber war drei Tage später ein Mitglied des Aufsichtsrats auf der Käuferseite anzutreffen. Sie orderte 500 Aktien zum Kurs von 46,38 Euro, wofür sie knapp 23.200 Euro hinzulegen hatte. Bei Klöckner & Co. SE waren am Ersten des Monats gleich vier Käufer auszumachen, die Aktien im Gesamtwert von knapp 580.000 Euro orderten. Gisbert Rühl, der Vorstandsvorsitzende, investierte dabei mit knapp 203.000 Euro die höchste Summe. Vorstandsmitglied William A. Partalis nahm etwas mehr als 144.300 Euro in die Hand, um einzusteigen. Finanzvorstand Marcus Ketterer legte, ebenso wie sein Gremiumskollege Karsten Lork¸ rund 114.000 Euro hin, um sich Anteilscheine zu sichern.
  • Im TecDAX war zuletzt keine Insidertransaktion zu sehen.
  • Im SDAX kam es lediglich bei der Dürr AG zu Insideraktivitäten. Der Vorstandsvorsitzende Ralf Dieter investierte knapp 425.000 Euro, um sich zum Kurs von 53,09 Euro 8.000 Aktien ins Depot zu legen. Ganze 10.000 Anteilscheine zum Kurs von 52,97 Euro orderte mit Ralph Heuwing der Finanzvorstand. Das Volumen dieser Transaktion lag bei knapp 530.000 Euro.

 


 

Insiderbericht vom 26.02.2016

Börsenumfeld

Auch die vergangene Börsenwoche war geprägt von recht hoher Schwankungsintensität. Zur Wochenmitte gab der Deutsche Aktienindex noch bis an die Marke von 9.125 Punkten ab, um am Freitag dann bis zur 9.575-Punkte-Marke hochzuschießen. Auch wenn der deutsche Leitindex  nicht zum Höchststand aus der Woche ging, so hat doch der RSI (Relative SAtärke Index) damit seit Ende letzten Jahres sein erstes, wenn auch nur leichtes, Kaufsignal generiert. Wir legen uns fest: Mit einem Schlusskurs oberhalb der Widerstandszone von 9.580 bis 9.600 Punkten, wird der DAX den Bereich von 9.885 bis 9.930 Punkten angreifen. In der letzten Woche schwächelte der Euro gegenüber der US-Währung, was die Bullen am Aktienmarkt stärkte. Erst zuletzt hatte das Währungspaar seine 200-Tage-Linie zurückerobert – nun liegt es aber sogar wieder unter der Marke von 1,0950. Hier ist unser nächstes Kursziel die horizontale Unterstützung von 1,08. Dem Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent gelang zu Wochenschluss endlich der Sprung über den Widerstand in Form der 35-US-Dollar-Marke. Im Hoch kamen die Notierungen erst bei exakt 37 US-Dollar zum Stehen. Dann setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein, die sehr auf den Kursen drückte. Dennoch wurde damit der mittelfristige Abwärtstrend nach oben hin verlassen. Nächste Kursziel ist nun die Marke von 40 US-Dollar.

Insideraktivitäten: Gerresheimer Glas, Metro, Wirecard, Grenkeleasing, Gesco

  • Im MDAX gab es bei der Gerresheimer Glas AG eine Insidertransaktion. Uwe Röhrhoff, Vorstandsmitglied, nah  knapp 84.000 Euro zur Hand, um 1.400 Anteilscheine zum Kurs von 59,97 Euro zu erwerben. Daneben war bei der Metro AG das Vorstandsmitglied Pieter C. Boone auf Einkaufstour. Dieser investierte knapp 50.000 Euro, womit er 2.175 Anteilscheine zum Kurs von 22,92 Euro erwarb. Schon kurz zuvor legte der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Jürgen B. Steinemann, rund 1,005 Millionen Euro hin, um 43.000 Aktien zum Kurs von 23,39 Euro vom Markt zu nehmen.
  • Im TecDAX war es erneut Markus Braun, der Vorstandsvorsitzende der Wirecard AG, der über seine MB Beteiligungsgesellschaft mbH sechs Käufe in jeweils siebenstelliger Höhe tätigte. Damit stellte er sich gegen etliche Short-Seller – u.a. Hedgefonds – die nur allzu gerne die Vorlage der bislang unbekannten - und zugleich auch anonym agierenden - Research-Gesellschaft Zatarra folgten, und massiv geliehene Aktienbestände auf den Markt warfen, welche auf diese Weise den Aktienkurs in die Knie zwangen. Dem stellte sich der Firmenchef entgegen und orderte Aktien „was das Zeug hielt“: In insgesamt sechs Tranchen kaufte er derweil insgesamt 405.000 Aktien. Er kam dabei zu Kursen im Bereich von 36,03 bis 43,45 Euro zum Einstieg, was ihn insgesamt 15,77 Millionen Euro kostete.
  • Im SDAX kam es bei drei Unternehmen zu Insideraktivitäten. Bei der Grenkeleasing AG investierte das Vorstandsmitglied Gilles Christ dieses Mal rund 378.500 Euro, um sich zum Kurs von 172,04 Euro 3.300 Aktien ins Depot zu legen. Bei der Gesco AG war neben dem stellvertretendem Aufsichtsratsvorsitzenden Stefan Heimöller, der rund 105.600 Euro investierte, mit Nanna Rapp, ein weiteres Mitglied des Gremiums, das knapp 7.100 Euro hinlegte, auf der Käuferseite anzutreffen. Ersterer stieg zum Kurs von 70 Euro ein, um 1.509 Aktien zu erwerben – Letztere kaufte 100 Aktien zum Kurs von 70,72 Euro.

 


 

Insiderbericht vom 19.02.2016

Börsenumfeld

Welche Überraschung – der Deutsche Aktienindex kann ja tatsächlich noch steigen. Im Wochenverlauf zog der DAX in der Spitze um mehr als 580 Punkte oder knapp 6,5 Prozent an. Mit dem vom „Kleinen Verfall“ an den Terminbörsen geprägten Freitagshandel, blieb uns immerhin noch ein Wochenplus von etwas mehr als 400 Punkten. Ob dieses Aufbegehren der Bullen lediglich eine „Bear-Market-Rallye“ war, oder sich als der Beginn einer nennenswerten, zeitlich wie räumlich, weitreichenden Aufwärtsbewegung entpuppen wird, kann man heute noch nicht sagen. Zu einem charttechnischen Kaufsignal hat der jüngste Kursschub nach oben auf jeden Fall noch nicht gereicht. Hierfür müsste dem DAX zunächst einmal ein Schlusskurs oberhalb von 9.600 Punkten gelingen, womit der RSI (Relative-Stärke-Index) ein erstes, wenn auch nur schwaches, Kaufsignal generieren würde. Das Umfeld für weiter steigende Aktienkurse ist nicht wirklich „zum aus den Schuhen springen“. Der Euro hält sich gegenüber der US-Währung immer noch über der Marke von 1,11, und somit zugleich auch über seiner 200-Tage-Linie. Doch um einen durchschlagenden Kursschub nach oben zu sehen, bedarf es einer tendenziell schwachen europäischen Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar. Und der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent scheiterte auch in der vergangenen Börsenwoche erneut am Widerstand auf Höhe der 35-US-Dollar-Marke. Kommt es hier mit Notierungen deutlich oberhalb von 36-US-Dollar zum ersehnten Befreiungsschlag nach oben, könnte das zur Initialzündung an den Aktienmärkten werden. Betrachtet man den DAX rein fundamental, so könnte ein KGV von weniger als 12, gepaart mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von etwa vier Prozent, schon bald zum geeigneten Kaufargument werden. Es zeichnet sich ab, dass sich die Banken demnächst mit einem Negativ-Zins von 0,70 Prozent konfrontiert sehen. Und weil Kapital nach Anlage sucht, und langlaufende Staatanleihen gerade einmal 0,50% Rendite abwerfen, könnte es demnächst zu einer Renaissance der Aktienanlage kommen.

Insideraktivitäten: Wirecard, Grenkeleasing, Biotest

  • Im DAX und im MDAX kam es im Berichtszeitraum zu keinen Insidertransaktionen.
  • Im TecDAX war wieder einmal Markus Braun, der Vorstandsvorsitzende der Wirecard AG, als Käufer unterwegs. Über seine MB Beteiligungsgesellschaft mbH nahm er zum Kurs von 39,55 Euro weitere 70.000 Aktien vom Markt, was ihn knapp 2,77 Millionen Euro kostete.
  • Im SDAX kam es bei zwei Unternehmen zu Insideraktivitäten. Bei der Grenkeleasing AG investierte das Vorstandsmitglied Antje Leminsky rund 92.000 Euro, um sich zum Kurs von 153,34 Euro exakt 600 Aktien ins Depot zu legen. Michael Ramroth, Finanzvorstand der Biotest AG, nutzte den Kurs von 11,47 Euro zum Einstieg, um sich 1.500 Anteilscheine im Volumen von etwas mehr als 17.200 Euro ins Depot zu legen.

 


 

Insiderbericht vom 12.02.2016

Börsenumfeld

Wer am letzten Wochenende dachte, dass es an den Aktienmärkten nicht noch schlimmer kommen könne, wurde ab Montag rasch eines Besseren belehrt. Der Deutsche Aktienindex (DAX) ging gänzlich in den Panikmodus über und erreichte im Tief die 8.700-Punkte-Marke. Erst der Wochenausklang gestaltete sich mit einem Schlusskurs von 8.967 Punkten wieder etwas versöhnlicher. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent scheint mit der Marke von 30 US-Dollar einen ersten soliden Boden gefunden zu haben, von dem aus ihm am Freitag ein erfolgreicher Erholungsversuch hoch zur 33-US-Dollar-Marke gelang. Die europäische Gemeinschaftswährung stieg im Wochenverlauf gegenüber dem US-Dollar bis über die Marke von 1,13, von dort aus ging es aber wieder in Richtung 1,12 zurück. Sollte der Euro wieder weitere Schwäche zeigen, wäre das Wasser auf die Mühlen der Aktien-Bullen. Kräftig von den Verwerfungen an den Aktienmärkten profitieren konnte der Goldpreis, der nicht nur seine 200-Tage-Linie unter sich gelassen, sondern kurzzeitig sogar auch die 1.250-US-Dollar-Marke überwunden hatte. Damit haben sich hier die Bullen endgültig aus der Umklammerung der Bären befreit. Jetzt sehr stark überhitzt, sollten die Notierungen zunächst aber bis zur Unterstützung bei 1.200 US-Dollar konsolidieren.

Insideraktivitäten: Deutsche Bank, Aurubis, ProSiebenSat.1 Media, BB Biotech, Wirecard, Highlight Communications

  • Im DAX kam es im Berichtszeitraum bei der Deutschen Bank AG zu einer Insidertransaktion. Martina Klee, Betriebsratsvorsitzende, setzte 2.960 Euro ein, um 200 Aktien zum Kurs von 14,80 Euro zu erwerben.
  • Im MDAX war bei der Aurubis AG erneut ein Firmeninsider auf der Käuferseite anzutreffen. Jetzt war es mit Fritz Vahrenholdt ein Mitglied des Aufsichtsrats, das sich Aktien ins Depot legte. Dieser griff für 1.000 Aktien beim Kurs von 37,93 Euro zu, was ihn knapp 38.000 Euro kostete. Marion Helmes, Aufsichtsratsmitglied bei der ProSiebenSat.1 Media AG, legte knapp 50.600 Euro hin, um sich 1.100 Anteilscheine zum Kurs von 45,97 Euro anzueignen.
  • Im TecDAX waren bei zwei Unternehmen Firmeninsider aktiv. Bei der BB Biotech AG war Klaus Strein, Aufsichtsratsmitglied, als Käufer aufgetreten. Er nutzte den Kurs von 205,80 Euro zum Einstieg und erwarb 2.600 Anteilscheine, was ihn rund 535.000 Euro kostete. Bei der Wirecard AG trat wieder einmal der Vorstandsvorsitzende Markus Braun als Käufer in Erscheinung. Über seine MB Beteiligungsgesellschaft mbH nahm er am 5. des Monats beim Kurs von 43,51 Euro die stolze Anzahl von 80.000 Aktien vom Markt, was einem Volumen von etwas mehr als 3,48 Millionen Euro entsprach. Drei Tage später investierte er zwei Millionen Euro, um 50.000 Aktien zum Kurs knapp oberhalb von 40 Euro zu erwerben. Und am Folgetag setzte Markus Braun weitere 2,376 Millionen Euro ein, um rund 60.000 Aktien zum Kurs von circa 38,35 Euro vom Markt zu nehmen.
  • Im SDAX war lediglich bei der Highlight Communications AG eine Insidertransaktion zu beobachten. Bernhard Burgener, der Vorstandsvorsitzende, trennte sich von 2,2 Millionen Anteilscheinen, was ihm beim Kurs von 5,60 Euro ganze 12,32 Millionen Euro einbrachte.

 


 

Insiderbericht vom 05.02.2016

Börsenumfeld

Letzte Woche noch beklagten wir die Zahl 945. Heute müssen wir uns - wohl oder übel - mit der Zahl 1.457 auseinandersetzen. Denn genau so viele Punkte hat der Deutsche Aktienindex seit Jahresbeginn eingebüßt. Damit liegt das wichtigste deutsche Aktienbarometer bereits nach den ersten fünf Handelswochen etwas mehr als 13,5 Prozent im Minus. Ginge es in diesem Tempo mit den Notierungen weiter gen Süden, wäre der DAX um die nahende Osterzeit bei 0 angelangt. Ganz so schlimm wird es selbstverständlich nicht kommen, doch allmählich ist nicht nur die Stimmung unter den Anlegern mies. Auch bei den Charttechnikern haben sich, angesichts erschreckender Chartbilder, schon etliche Sorgenfalten auf die Stirn gelegt. So ist der DAX am Freitag gerade einmal 30 Punkte unter seinem bisherigen, nachbörslichen Jahrestief aus dem offiziellen Parketthandel gegangen. Mit der schwachen Wall Street wurde bei circa 9.226 Punkten ein neues nachbörsliches Tief markiert. Erst kurz vor 22 Uhr kam es zu einer Gegenbewegung nach oben, die für Notierungen wieder auf Höhe der 9.250-Punkte-Marke führte. Somit muss es beim DAX zu Wochenauftakt zu einem nennenswerten Gegenschlag der Bullen kommen, um der Talfahrt endlich ein Ende zu bereiten. Stellt sich nur die Frage, woher es zu einer Initialzündung für die ersehnte Rallye kommen soll. Entsprechende Konjunkturdaten stehen erst am Mittwoch zur Veröffentlichung an. Ein fester Handelstag an den Aktienbörsen in China könnte jedoch zum Beispiel zu einer guten Vorlage für die Bullen in Europa und in den USA werden. Einer der wenigen Gewinner der Woche war sicherlich der Goldpreis, der sich nach anfänglichem Zögern über seine 200-Tage-Linie hinweggesetzt hat, was beträchtliches Anschlusspotenzial nach sich zieht. Ein weiterer Gewinner war der Euro, der gegenüber der US-Währung erstmals wieder merklich anzog und kurzzeitig sogar die 1,12-Marke unter sich ließ. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent gab im Wochenvergleich rund zwei Prozent nach, was für zusätzlichen Druck auf die Aktienkurse sorgte.

Insidertransaktionen: RWE, Aurubis, Symrise

  • Im DAX kam es im Berichtszeitraum lediglich zu einer Insidertransaktion. Christine Merkamp, Mitglied des Aufsichtsrats der RWE AG, nahm knapp 28.850 Euro in die Hand, um circa 2.250 Aktien zum Kurs von rund 12,80 Euro zu erwerben.
  • Im MDAX kam es zuletzt bei zwei Unternehmen zu Insideraktivitäten. Stefan Boel, Vorstandsmitglied der Aurubis AG, investierte etwas mehr als 101.700 Euro, um sich circa 2.700 Aktien zum Kurs von etwa 38 Euro ins Depot zu legen. Und bei der Symrise AG war mit Heinz-Jürgen Bertram ebenfalls ein Vorstandsmitglied auf der Käuferseite zu finden. Dieser erwarb 3.100 Anteilscheine zum Kurs von knapp 59 Euro, was ihn rund 183.200 Euro kostete.
  • Im TecDAX und SDAX kam es zu keiner Insideraktivität.

 


 

Insiderbericht vom 29.01.2016

Börsenumfeld

945 - das ist für uns die Zahl des Monats. Denn im Januar hat der Deutsche Aktienindex genauso diese Punktzahl an Wert eingebüßt. Anteilseigner der 30 größten heimischen börsennotierten Aktiengesellschaften mussten so alleine im ersten Monat des neuen Jahres einen durchschnittlichen Verlust von rund 8,8 Prozent hinnehmen. Selbst altgediente Börsianer können sich nicht daran zurückerinnern, einen dermaßen schlechten Jahresstart am deutschen Aktienmarkt erlebt zu haben. Dennoch muss 2016 nicht gleich zwingend zum schlechtesten Börsenjahr „ever“ werden. Denn auch an den Finanzmärkten gilt: „Ist die Nacht am dunkelsten, ist der Morgen nah!“ So hat der Ölpreis fürs erste seine Talfahrt beendet und hat mit der jüngsten sehenswerten Gegenbewegung ein erstes kräftiges charttechnisches Kaufsignal gegeben. Das Währungspaar Euro/US-Dollar, was zuletzt wild im Bereich von 1,08 bis 1,10 hin und her pendelte, hat sich zum Wochenschluss für die Kursunterseite entschieden. Und eine tendenziell stärkere US-Währung ist bekanntlich „willkommener Treibstoff“ für europäische Unternehmen und deren Aktienkurse. Bei den Edelmetallen fällt das Chartbild des Goldpreises ins Auge. Hier stand vor kurzem noch eine sogenannte Untertassen-Formation vor ihrem Abschluss nach oben. Doch mit dem festen Wochenausklang an den Aktienmärkten, verließ die Notierungen letztlich der Mut, um sich mit einem mächtigen Satz über die 200-Tage-Linie nach oben abzusetzen. Bei den Industriemetallen lohnt sich derzeit der Blick auf die Kursentwicklung bei Kupfer. Die Notierungen markierten zuletzt mit 4.310 US-Dollar ein neues 5-Jahres-Tief, und haben sich damit in die Spitze eines spitz zulaufenden Chartdreiecks hinein manövriert. In den letzten beiden Handelswochen gelang dem Kupferpreis eine beachtliche Gegenbewegung über die Marke von 4.500 US-Dollar hinweg. Mit einem weiteren Kursaufschlag von 200 US-Dollar wäre der „Hausse-Keil“ nach oben verlassen und zugleich ein Kreuzwiderstand gebrochen, was enormes Anschlusspotenzial mit sich bringt. Die Preisentwicklung bei Kupfer gilt bei Investoren gewöhnlich als konjunktureller Frühindikator. Vielleicht sehen wir ja hierüber für die Weltwirtschaft endlich wieder „Licht am Ende des Tunnels“.

Insidertransaktionen: K+S, Tom Tailor, CTS Eventim

  • Im DAX kam es im Berichtszeitraum zu einer Insideraktivität. Annette Messemer, Aufsichtsratsmitglied der K+S AG, investierte knapp 50.000 Euro, um sich zum Kurs von 19,50 Euro genau 2.555 Aktien ins Depot zu legen.
  • Im SDAX kam es bei zwei Unternehmen zu Insidertransaktionen. Bei der Tom Tailor Holding AG war das Vorstandsmitglied Heiko Schäfer aktiv. Dieser nutzte in zwei etwa gleich großen Tranchen Kurse von 4,25 und 4,27 Euro zum Einstieg. Damit erwarb er 9.000 Anteilscheine im Gesamtvolumen von etwas mehr als 38.200 Euro. Knapp 65.000 Euro nahm Edmund Hug, Aufsichtsratsvorsitzender der CTS Eventim AG in die Hand, um 2.000 Aktien zum Kurs von 32,14 Euro zu erwerben.
  • Im MDAX und im TecDAX waren zuletzt keinerlei Insideraktivitäten zu vermelden.

 


 

Insiderbericht vom 22.01.2016

Börsenumfeld

In dieser Handelswoche war wirklich alles geboten, was „Börse“ so ausmacht. In allen Asset-Klassen kam es weltweit zu außergewöhnlich hoher Volatilität, die selbst altgedienten Börsianern Schweißperlen auf die Stirn treiben konnte. Erdöl ging, Hand in Hand mit den allermeisten Rohstoffen, quasi in den „freien Fall“ über, Aktienkurse sackten – und das ohne Negativ-Meldungen – in die Tiefe, Russischer Rubel und Türkische Lira, aber auch Währungen etlicher Schwellenländer, gerieten noch weiter unter Druck. Erst mit Beginn der zweiten Hälfte der Börsenwoche beruhigte sich das Kursgeschehen und die Notierungen zogen ein wenig an und machten die vorangegangenen Verluste wieder etwas wett. Was aber führte dazu, dass zum Beispiel der DAX seit Jahresbeginn innerhalb von 13 Handelstagen in der Spitze mehr als 1.435 Punkte an Wert einbüßte? An den monetären Rahmenbedingungen hat es sicherlich nicht gelegen. Die EZB sorgt dafür, dass die Zinsen auf Rekordniveau nahe Null verharren. Es war vielmehr der große Pessimismus der Investoren, der Anfang letzter Woche sogar noch höher war, als in der Finanzkrise 2007/08. Waschkörbeweise wurde sich so von deutschen Standardtiteln getrennt, was eine Verkaufswelle auslöste, der sich niemand entgegen zu stellen wagte. Computergestützte Handelssysteme feuerten den Abwärtsdruck nur noch weiter an, was eine Abwärtsspirale in Gang setzte, die den DAX erst auf Höhe des Tiefs aus dem September letzten Jahres bis rund 9.325 Punkten zum Stehen brachte. Ab Donnerstag setzte eine Bärenmarktrallye ein, die den Bullen etwas Erleichterung verschaffte. Das charttechnische Gesamtbild hat sich aber dennoch extrem eingetrübt. Der mittelfristige Aufwärtstrend wurde bereits Ende November gebrochen, 200- und 100-Tage-Linie weisen klar südwärts und RSI, MACD sowie AROON haben – und das sogar auf Wochenbasis – deutliche Verkaufssignale generiert. Wenn es dem Deutschen Aktienindex nicht sehr rasch gelingt, sich wieder über die 10.000-Punkte-Marke und damit zurück in den fünfstelleigen Kursbereich zurück zu schieben, wird es bald zu einem „Death Cross“ kommen. Das heißt, die 50-Tage-Linie schneidet die 100-Tage-Linie von oben nach unten. Und der Blick in die Vergangenheit zeigt uns, dass wir uns dann auf eine zeitlich wie räumlich ausgedehnte Abwärtsbewegung - im schlimmsten Fall sogar auf eine generelle Trendumkehr - einrichten müssen. Noch dürfen die Bullen am Markt hoffen, dass die durchschnittliche Dividendenrendite von aktuell rund 3,5 Prozent den DAX stützen kann. Doch kommt es in der nächsten Woche zu einem Schlusskurs von 9.250 Punkten und tiefer, wird der Bereich von 8.300 bis 8.400 Punkten zum ersten Kursziel auf der Kursunterseite.

Insidertransaktionen: Axel Springer, BayWa, Lanxess

  • Im MDAX kam es bei drei Unternehmen zu Insideraktivitäten. Bei der Axel Springer AG erwarb Julian Deutz, Finanzvorstand, 1.000 Aktien zum Kurs von 45,16 Euro, was ihn etwas mehr als 45.160 Euro kostete. Bei der BayWa AG war mit Wolfgang Altmüller ein Aufsichtsratsmitglied auf der Käuferseite anzutreffen. Dieser investierte knapp 12.900 Euro, um sich zum Kurs von 25,78 Euro genau 500 Anteilscheine anzueignen. Gleich vier Firmeninsider waren zuletzt bei der Lanxess AG als Käufer aktiv. Allen voran war es der Vorstandsvorsitzende Matthias Zachert, der den Kurs von 36,48 Euro zum Einstieg nutzte. Dabei nahm er 5.500 Aktien in sein Depot, was ihn etwas mehr als 200.000 Euro kostete. Ihm folgte Finanzvorstand Michael Pontzen, der rund 100.500 Euro investierte, um 2.800 Aktien zu Kurs von 35,89 Euro zu erwerben. Dazu gesellten sich mit Hubert Fink und Rainier van Roessel zwei Vorstandsmitglieder, die 5.500 beziehungsweise 6.000 Aktien in ihr Depot legten. Hier kam man bei 36,18 beziehungsweise 36,50 Euro zum Zuge, was einem Gesamtvolumen von knapp 418.000 Euro entsprach.
  • Im DAX, TecDAX sowie im SDAX waren zuletzt keine Firmeninsider aktiv.

 


 

Insiderbericht vom 15.01.2016

Börsenumfeld

„Schlimmer geht’s immer!“ – Dieses Sprichwort nahm der Deutsche Aktienindex auch zuletzt nur allzu wörtlich und setzte seine Talfahrt weiter fort. Damit ist der deutsche Leitindex auch in dieser Handelswoche mit einem dicken Minus aus dem Handel gegangen. Seit Jahresbeginn musste der DAX so einen Abschlag von knapp 1.200 Punkten oder rund elf Prozent hinnehmen, womit das Plus aus dem Vorjahr inzwischen gänzlich dahin geschmolzen ist. Es scheint ganz so, als ob die deutschen Standardwerte „im billigen Öl versinken“. Mit jedem Kursrückgang beim Rohöl, gaben auch die Notierungen an den deutschen Aktienmärkten nach. Hand in Hand mit den einbrechenden Kursen an den Finanzmärkten überschlugen sich die Experten der internationalen Finanzinstitute mit Negativ-Szenarien für das Jahr 2016. Kursziele beim DAX von 8.000 Punkten und tiefer wurden herumgereicht, und zugleich die Erwartungen für Höchststände merklich nach unten revidiert. Kaum einer noch geht nun davon aus, dass der DAX in diesem Jahr ein neues Rekordhoch markieren wird. Die miese Stimmung der Investoren, gemessen am Put-/Call-Verhältnis an der US-amerikanischen Optionsbörse CBOE, ist derzeit stärker als in der letzten Griechenland-Krise. Daneben ist der Relative-Stärke-Index (RSI) beim Nasdaq 100-Index, aber auch beim DAX, auf extrem tiefem Niveau angekommen. Von dort aus führte es regelmäßig zu nennenswerten Gegenbewegungen nach oben. Beste Zeit also, um Kapital, das bislang zinsarm auf Festgeldkonten schlummerte, in deutsche Standardwerte zu investieren. Der DAX weist aktuell, gemessen an den Dividendenausschüttungen, die für das laufende Jahr zu erwarten sind, eine durchschnittliche Dividendenrendite von 3,4 Prozent aus. Wer das niedrige Kursniveau jetzt nicht nutzt, um einzusteigen, wird es bei Kursen wieder über der 10.000-Punkte-Marke sicherlich bereuen. Auch für den Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent überbieten sich die Investmenthäuser, allen voran die aus den USA, mit neuen Zielmarken auf der Kursunterseite. Doch wer erst nach einem Minus beim Ölpreis von 67 Prozent in 2015 und nach einem Abschlag von 35 Prozent in diesem recht jungen Jahr einen erneuten Kursrutsch von mindestens 30 Prozent prognostiziert, kann auch nicht als seriös bezeichnet werden. Selbst auf Wochenbasis ist der RSI beim Brent-Öl mittlerweile bei 18,86 angekommen, was ein gutes Chance-/Risiko-Verhältnis für den Einstieg auf der Long-Seite bedeutet. Wer also auf Heizöl angewiesen ist und noch Platz in einem Tank hat, sollte diesen möglichst umgehend randvoll auffüllen. Interessanterweise hat der Goldpreis von den jüngsten Verwerfungen an den Finanzmärkten kaum profitieren können. Vor etwas mehr als einer Woche noch oberhalb der 1.100-US-Dollar-Marke zu finden, setzten die Notierungen wieder unter diese wichtige Unterstützungsmarke zurück und lagen zu Wochenschluss bei knapp 1.089 US-Dollar. Das ist wohl der aktuell niedrigen Inflationsrate geschuldet.

Insideraktivitäten: BASF, MorphoSys, H&R

  • Im DAX war zuletzt eine Insidertransaktion zu beobachten. Stefan Hambrecht, Sohn des Aufsichtsratsvorsitzenden der BASF SE, Jürgen Hambrecht, erwarb 1.000 Aktien zum Kurs von 62,44 Euro, was ihn knapp 62.500 Euro kostete.
  • Im MDAX kam es zu keiner Insidertransaktion.
  • Im TecDAX war mit Arndt Schottelius ein Vorstandsmitglied der MorphoSys AG auf der Käuferseite anzutreffen. Dieser investierte etwas mehr als 19.400 Euro, um sich zum Kurs von 48,55 Euro genau 400 Anteilscheine ins Depot zu legen.
  • Auch im SDAX war lediglich eine Insidertransaktion zu vermelden. Bei der H&R AG trat erneut das Aufsichtsratsmitglied Nils Hansen als Käufer in Erscheinung. Für 10.000 Aktien zum Kurs von 8,36 Euro musste er rund 8.360 Euro hinlegen.

 


 

Insiderbericht vom 08.01.2016

Börsenumfeld

Was für ein „perfekter“ Fehlstart, den der Deutsche Aktienindex in das neue Börsenjahr hingelegt hat. Knapp 900 Punkte Kursverlust in gerade mal fünf Handelstagen. Damit hat der deutsche Leitindex täglich durchschnittlich 180 Punkte oder 1,67 Prozent an Wert eingebüßt. Und mit dem schwachen Wochenschluss an der Wall Street, wo der Dow Jones-Index mit einem Minus von einem Prozent aus dem Handel ging und ein weiteres Mal ein Jahrestief markierte, dürfen wir mit dem kommenden Montag auch nicht mit einem Plus-Tag rechnen. Was aber hat dazu geführt, dass zuletzt sowohl die Weihnachts- als auch die Jahresendrallye sowie die sonst übliche „Jahresanfangs-Kauf-Welle“ ausgefallen sind? Es ist eine unschöne Gemengelage aus fallenden Rohstoffpreisen, einer schwächelnden chinesischen Konjunktur, vielfältigen internationalen - teils kriegerischen - Konflikten, einem wie nie zuvor uneinigen Europa, Verwerfungen an den Devisenmärkten und enttäuschenden Unternehmenszahlen. Dazu gesellt sich noch die jüngst eingeläutete Zinswende in den USA, was die Unsicherheit der Investoren nur noch weiter verstärkte. Somit hieß es „raus aus Aktien“ und „rein in Staatsanleihen“, was das deutsche Zinsbarometer, den Bund-Future, wieder über die Marke von 160 hochschnellen ließ. Auch wenn Börsen-Altmeister Kostolany gerne sagte: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern!“, muss auch darüber nachgedacht werden, ob die seit mehr als sieben Jahren andauernde Börsen-Hausse nicht einfach nur ihr Ende gesehen hat. Vielleicht hat die Trendwende nach unten ja längst begonnen, ohne dass wir etwas davon mitbekommen haben. Beim DAX wird darüber spätestens an der Marke von 9.300 Punkten entschieden. Denn genau dort hatten sich die Notierungen im August und September letzten Jahres immer wieder nach oben abstoßen können. „Fällt“ diese wichtige horizontale Chartmarke, wird der Bereich von 8.400 bis 8.500 Punkten für den DAX zum nächsten Kursziel. Dort ist das letzte Tief zu finden, das noch aus dem Oktober 2014 stammt. Interessanterweise hat der Goldpreis von den Kursverlusten an den Aktienmärkten bislang kaum profitieren können. Gemessen vom letzten Tief bei 1.046 US-Dollar, haben die Notierungen nicht einmal sechs Prozent zugelegt. Weiter im „freien Fall“ befindet sich der Ölpreis, der zielsicher auf die 30-US-Dollar-Marke zusteuert. Und wenn bei den Aktienbesitzern schon der Depotwert sinkt, so bereitet uns wenigstens der niedrige Spritpreis an den Tankstellen etwas Freude.  Mit Erstaunen haben die Devisenhändler zur Kenntnis nehmen müssen, dass selbst die erfreulich guten US-Arbeitsmarktzahlen nicht zu einem festeren US-Dollar gegenüber dem Euro geführt haben. An den Finanzmärkten bleibt nach wie vor nur eines sicher: Die Unsicherheit!

Insideraktivitäten: RWE

  • Im MDAX, TecDAX aber auch im SDAX waren im Berichtszeitraum keine Insideraktivitäten zu beobachten. Das ist wohl dem Umstand geschuldet, dass sich „zwischen den Jahren“ auch die Firmeninsider im Urlaub befunden haben. Im Rahmen des zuletzt gesehenen Mini-Crashs an den deutschen Aktienmärkten dürften bald aber wieder die ersten Käufer in Erscheinung treten, um das stark gedrückte Kursniveau zum Einstieg zu nutzen.
  • Lediglich im DAX war jüngst eine Insidertransaktion zu vermelden. Ekkehard Schulz, Mitglied des Aufsichtsrats der RWE AG, orderte 3.205 Aktien, was ihn zum Kurs von 11,13 Euro knapp 35.700 Euro kostete.


 

Insiderbericht vom 02.01.2016

Börsenumfeld

Am letzten Handelstag des Jahres geriet die erst kurz zuvor gestartete Jahresendrallye an den Aktienmärkten wieder ins Stocken. Der gesamte Gewinn des Vortages wurde beim DAX mit dem Minus von mehr als 115 Punkten wieder zunichte gemacht. So ging der Deutsche Leitindex bei genau 10.743,01 Punkten aus dem Handel, was einer Jahresperformance von 937,46 Punkten oder etwas mehr als 9,5 Prozent entsprach. Damit lag der Zuwachs etwas oberhalb des langjährigen Durchschnitts von acht Prozent Plus pro Jahr. Sollte 2016 für den DAX genauso erfolgreich werden, sehen wir am Ende dieses Jahres einen Stand von knapp 11.710 Punkten. Der Dow Jones-Index hingegen musste in 2015 ein leichtes Minus hinnehmen. Der Weltleitindex verlor knapp 340 Zähler, was einem Rückgang von etwas weniger als zwei Prozent gleichkam. Der technologielastige Nasdaq 100-Index hingegen zeigte ein Plus von 363 Punkten oder rund neun Prozent. Gegenüber dem US-Dollar verlor der Euro knapp 13 Stellen hinter dem Komma, was einem Abschlag von rund 10,6 Prozent entsprach. Nicht zuletzt aufgrund der auseinanderlaufenden Leitzinsen rechnen wir für dieses Jahr mit weiteren Verlusten der europäischen Gemeinschaftswährung und dem Erreichen der Parität. Ein US-Dollar hätte dann denselben Wert wie ein Euro. Gold verlor in 2015 rund zwölf Prozent an Wert – Silber musste einen Abschlag in etwa derselben Größenordnung hinnehmen. Der Verlierer des Jahres aber ist unumstritten der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent. Hier kam es zu einem Minus von rund 43(!) Prozent auf 37,60 US-Dollar, was sich bis zuletzt auch an den Zapfsäulen der deutschen Tankstellen widergespiegelt hat. Hier gab der Preis für einen Liter Super im Jahresverlauf von circa 1,50/55 Euro auf aktuell 1,20/25 Euro nach. Die Aktienmärkte wurden in 2015 durch viele, ganz unterschiedliche Faktoren belastet und haben sich dabei doch recht gut geschlagen. Auch deshalb sehen wir für 2016 tendenzielle steigende Aktienkurse – die Talfahrt bei den Rohstoffpreisen indes sollte fürs erste beendet sein.

Insideraktivitäten: HeidelbergCement, RWE

  • Im DAX waren zuletzt bei zwei Unternehmen Insideraktivitäten zu vermelden. Bei der HeidelbergCement AG verkaufte der Vorstandsvorsitzende Bernhard Scheifele Call-Optionen auf seinen Aktienbestand. Das betraf 6.000 Aktien, für die er jeweils eine Optionsprämie von 2,26 Euro einstreichen konnte. Der Erlös aus dieser Transaktion betrug genau 13.560 Euro. Und Dagmar Mühlenfeld, Aufsichtsratsmitglied der RWE AG und noch bis vor ein paar Monaten Oberbürgermeisterin von Mülheim an der Ruhr, erwarb - im Rahmen der Selbstverpflichtung der Aufsichtsratsmitglieder - 525 Aktien. Sie kam beim Kurs von 11,33 Euro zum Einstieg, was einem Volumen von knapp 6.000 Euro entsprach.
  • Im MDAX, TecDAX sowie auch im SDAX waren im Berichtszeitraum keinerlei Insidertransaktionen zu beobachten.

 


 

Insiderbericht vom 23.12.2015

Börsenumfeld

Kurz vor Weihnachten begann sie dann doch – die Jahresendrallye. Wenn auch recht zaghaft, so starteten die Aktienkurse einen Aufwärtslauf, der bei Dow, DAX & Co. erste „frische“ Kaufsignale generierte. Diesen Schwung müssen die Notierungen nun mit in die nächste Handelswoche nehmen, um die Indizes weiter gen Norden laufen zu lassen. Wir sehen hierfür eine recht hohe Wahrscheinlichkeit. Denn die miese Stimmung unter den Anlegern, die zuletzt depressionsartige Züge annahm, ist der ideale Nährboden für „feste“ Börsenwochen. Das Put-/Call-Ratio bei den DAX-Optionen an der EUREX – also das Verhältnis von Puts zu Calls - lag zuletzt bei 2 zu 1 und spiegelt die große Angst der Investoren vor weiter fallenden Aktienkursen wider. „Aufwärts an der Mauer der Angst“, so lautet für uns nun das Motto für den Jahreswechsel an den Aktienmärkten. Dabei sind beim Dow Jones-Index die Marke von 18.000 Punkten und beim DAX die 11.000-Punkte-Marke die nächsten Kursziele. Das Währungspaar Euro/US-Dollar liegt immer noch in der Zone von 1,08 bis 1,10 fest. Erst unter- bzw. oberhalb dieser beiden Chartmarken wird es hier zu einem mittelfristigen Trendentscheid kommen. Gold und Silber indes haben sich merklich von ihre Tiefstständen erholt und sind dabei, einen Boden auszubilden, von dem aus die ersten Widerstandsmarken bei 1.100- bzw. 15,50 US-Dollar wieder erreicht werden sollten. Einen tragfähigen Boden hat wohl auch der Rohölpreis gefunden. Von seinem Tiefststand bei 35,79 US-Dollar aus, schaffte er es zuletzt hoch bis knapp an die 38-US-Dollar-Marke heran. Der Preisverfall bei den Rohstoffen dürfte fürs erste gestoppt zu sein, was den Aktienmärkten wieder Auftrieb geben sollte. Wer also einen leeren Heizöltank hat, sollte nicht allzu lange warten, seinen Öllieferanten anzurufen, um ihn randvoll zu machen.

Insideraktivitäten: SAP, SMA Technology, Tom Tailor Holding

  • Im DAX war im Berichtszeitraum nur bei einem Unternehmen eine Insidertransaktion zu beobachten. Hasso Plattner, Vorsitzender des Aufsichtsrats bei SAP, investierte rund 178,3 Millionen Euro, um sich zum Kurs von 72,93 Euro genau 2.444.816 Aktien ins Depot zu legen.
  • Im MDAX kam es zu keinerlei Insideraktivitäten.
  • Im TecDAX war lediglich bei einem Unternehmen eine Insideraktivität zu sehen. Der Aufsichtsratsvorsitzende der SMA Technology AG, Erik Ehrentraut, trennte sich zum Kurs von 36 Euro von 2.000 Discount-Zertifikaten und realisierte damit einen Gewinn von etwas mehr als 21.400 Euro.
  • Auch im SDAX war zuletzt lediglich eine Insidertransaktion zu beobachten. Dieter Holzer, Vorstandsvorsitzender der Tom Tailor Holding AG, orderte 5.000 Aktien, die ihn beim Kurs von 3,86 Euro knapp 19.300 Euro kosteten.

 


 

Insiderbericht vom 18.12.2015

Börsenumfeld

Die Weihnachtsrallye wird dieses Mal wohl ausfallen – für die Jahresendrallye haben die Aktienmärkte nur noch sechs Tage Zeit. Schuld an den jüngsten Verwerfungen an den Finanzmärkten ist der massive Ölpreisverfall. Das „Fracking“ und eine OPEC, die sich auch zuletzt nicht auf Beschränkungen der Fördermengen einigen konnte, sorgten für ein neues 5-Jahrestief nach dem anderen. Dieser quasi „implodierende“ Ölpreis sorgt bei etlichen Unternehmen für kräftige finanzielle Schieflagen. Deren Geschäftsmodell basiert nämlich auf der Grundlage eines Ölpreises von 50 US-Dollar und mehr für ein Barrel der Nordseesorte Brent. Mittlerweile ist dieser aber weit unter der 40-US-Dollar-Marke angekommen. Dadurch wird es für diese Firmen finanziell immer „enger“, was deren Anleihen an den Finanzmärkten unter Druck geraten lässt. Inzwischen haben viele dieser Unternehmensanleihen „Junk“-Status erlangt, was bei den Kapitalsammelstellen, Versicherungen und Banken ebenfalls für Schieflagen in deren Depots und in der Folge für Handlungsbedarf sorgt. Dabei müssen dann auch Aktienbestände abgebaut werden, die „eigentlich“ als ein Investment für die Zukunft geplant waren. Ein weiterer Belastungsfaktor - besonders für die deutschen Aktienmärkte - ist das Fehlen von Marktteilnehmern wie zum Beispiel „Depot A“-Managern bei Sparkassen und Raiffeisenbanken. Gesetzliche Veränderungen - verbunden mit immer höheren (finanziellen) Hürden - haben bis zuletzt für den sukzessiven Wegfall solcher Positionen gesorgt. Diese Akteure gehörten aber bislang mit zu den Garanten für einen „funktionierenden“ Aktienmarkt. Dadurch fehlt DAX & Co. eine gewisse „Markt-Tiefe“, was zu immer höheren Schwankungen innerhalb eines Handelstages führt. Das wiederum schreckt immer mehr Anleger ab, sich im DAX zu engagieren – rund 70 Prozent des Umsatzes werden heutzutage von vollautomatischen Handelssystemen getätigt. Gold wie US-Dollar konnten bislang aber nicht vom jüngsten deutlichen Kursminus am Aktienmarkt profitieren. Für uns bleibt zu hoffen, dass die Bullen wieder Oberhand gewinnen und für einen DAX sorgen, der es wieder zurück bis zur 200-Tage-Linie schafft. Dafür ist nun ein Plus von etwas mehr als 500 Punkten oder rund fünf Prozent vonnöten. Geht der Deutsche Aktienindex vor dem Weihnachtsfest unterhalb seiner 10.500-Punkte-Marke aus dem Handel, müssen die Banken alle bullishen Szenarien für 2016, die bereits in ihren Schubladen liegen, neu überarbeiten.

Insideraktivitäten: Fresenius, BayWa, Dürr, Gerry Weber

  • Im DAX waren im Berichtszeitraum lediglich bei einem Unternehmen Insideraktivitäten zu sehen. Bei der Fresenius SE haben gleich sieben Firmeninsider Käufe getätigt. Michael Diekmann, Aufsichtsratsmitglied, erwarb 1.580 Aktien zum Kurs von 63,50 Euro, was ihn etwas mehr als 100.000 Euro kostete. Mit Clara Johanna, Mark Omar, Freda und Franz taten es ihm vier Familienmitglieder gleich. Zusammen kauften diese 290 Anteilscheine, ebenfalls zum Kurs von 63,50 Euro, was einem Gesamtvolumen von rund 18.400 Euro entsprach. Gerhard Roggemann sowie Klaus-Peter Müller, gleichfalls Mitglieder des Aufsichtsrats, nahm jeweils 5.000 Aktien in ihr Depot. Bei Kursen von 63,63 und 63,22 Euro kam das einem Investment in der Größenordnung von genau 634.250 Euro gleich.
  • Auch im MDAX kam es lediglich bei einem Unternehmen zu Insideraktivitäten. Wolfgang Altmüller, Aufsichtsratsmitglied der BayWa AG, nahm 1.000 Aktien zum Kurs von 26,97 Euro in sein Depot, was ihn knapp 27.000 Euro kostete.
  • Im TecDAX war zuletzt keine Insideraktivität zu beobachten.
  • Im SDAX kam es im Berichtszeitraum zu zwei Insidertransaktionen. Ralph Heuwig, Finanzvorstand der Dürr AG, nahm rund 3,07 Millionen Euro ein, indem er sich zum Kurs von 80,76 Euro von 38.000 Aktien trennte. Bei der Gerry Weber AG war mit Klaus Lippert ein Mitglied des Aufsichtsrats auf der Käuferseite zu finden. Er erwarb 300 Aktien zum Kurs von 12,94 Euro, was einem Volumen von knapp 3.900 Euro entsprach.

 


 

Insiderbericht vom 11.12.2015

Börsenumfeld

Einmal mit Mario Draghis mageren „geldpolitischen Zugeständnissen“ ins Rutschen geraten, gab es auch in dieser Börsenwoche für die Aktienkurse an den deutschen Börsen kein Halten mehr. Eine Unterstützungsmarke nach der anderen wurde vom DAX „gerissen“. Nun liegen die Notierungen nicht einmal 100 Punkte vom letzten, äußerst wichtigen horizontalen Halt bei 10.200 Punkten entfernt. Damit hat das wichtigste deutsche Börsenbarometer in zwei Wochen mehr als 1.100 Punkte oder knapp zehn Prozent an Wert eingebüßt. Ein wirklich triftiger Grund für den jüngsten satten Kursabschlag lässt sich nicht finden. Es ist eine Gemengelage aus fallenden Rohstoffpreisen, bei denen besonders das jüngste Rekordtief beim Rohöl hervorsticht, einem anziehenden Japanischen Yen gegenüber der US-Währung, einem wiedererstarktem Euro und mehreren außenpolitischen Brennpunkten angeführt durch den militärischen Einsatz gegen den IS. Dazu gehören auch erneute Indikationen für ein Nachlassen der Chinesischen Wirtschaftskraft, ein unerwarteter Rückgang bei der heimischen Industrieproduktion sowie ein deutscher Export, der im Oktober ein sattes Minus von 1,2 Prozent verkraften musste. „Kaufen, wenn die Kanonen donnern!“ – beste Zeit also für diejenigen einzusteigen, die bislang versäumt hatten in deutsche Standardwerte einzusteigen. Und wenn die BILD auf ihrer Seite 1 auf einen Börsencrash zu sprechen kommt, wird das Ende der Talfahrt nicht mehr lange auf sich warten lassen

Insideraktivitäten: BMW, Linde, SAP, Highlight Communications

  • Im DAX waren gleich bei drei Unternehmen Insideraktivitäten zu vermelden. Zum einen bei BMW, wo die „Johanna Quandt GmbH & Co. KG“ rund 4,64 Millionen Euro investierte, um 47.000 Aktien zum Kurs von 98,58 Euro zu erwerben. Zum anderen bei der Linde AG, wo das Vorstandsmitglied Thomas Blades beim Kurs von 134,80 Euro zugriff, um sich 2.000 Anteilscheine im Volumen von knapp 270.000 Euro ins Depot zu legen. Des Weiteren wurde bei der SAP SE bekanntgegeben, dass sich die „Sabine Plattner GmbH & Co. Beteiligungs-KG“ auch in den kommenden zwölf Monaten wieder von weiteren insgesamt 480.000 Aktien trennen wird. Während der nächsten 48 Börsenwochen werden auf XETRA über eine Kommissions-Bank jeweils 10.000 Aktien veräußert.
  • Im MDAX wie im SDAX wurden zuletzt keine Insideraktivitäten gemeldet.
  • Im SDAX kam es im Berichtszeitraum lediglich zu einer Insideraktivität. Dieter Hahn, Aufsichtsratsmitglied der Highlight Communications AG, trennte sich von knapp 1,5 Millionen Aktien. Er kam beim Kurs von 5,01 Euro zum Ausstieg, was ihm rund 7,514 Millionen Euro einbrachte.

 


 

Insiderbericht vom 04.12.2015

Börsenumfeld

Mario Draghi entpuppte sich am Donnerstag für die Bullen am Markt als Spielverderber, was den Deutsche Aktienindex nachbörslich bis auf rund 10.640 Punkte durchsacken ließ. Am Freitag kam es zwar zu einer technischen Gegenreaktion nach oben, die den DAX bis kurz vor die 10.900-Punkte-Marke zurückführte. Charttechnisch ist mit dem Kursrutsch jedoch viel Porzellan zerschlagen worden – der deutsche Leitindex liegt wieder unter seiner wichtigen 200-Tage-Linie. Die Bären haben damit an den deutschen Aktienmärkten das Ruder wieder übernommen. Der Zinsentscheid der EZB führte auch bei den Devisen zu heftigen Kursausschlägen. Das Währungspaar Euro/US-Dollar schoss kurz nach Bekanntgabe der neusten Beschlüsse bis knapp an die Marke von 1,10 hoch. Gold und Silber reagierten mit kräftigen Kursaufschlägen. Beim gelben Edelmetall kam es bis Ende der Woche zu einem Plus von in der Spitze knapp 43 US-Dollar, womit die Talfahrt fürs Erste beendet sein dürfte. Silber lag im Wochentief bei rund 13,80 US-Dollar, was ein neues Jahrestief bedeutete. Im Zuge der einbrechenden Aktienmärkte erfolgte ein Kursaufschwung, der die Notierungen wieder über der Marke von 14,50 US-Dollar aus der Woche gehen ließ. Einzig beim Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent hinterließ der Entscheid der Europäischen Zentralbank unter dem Strich keine Spuren. Die Notierungen befinden sich nach wie vor in einem Abwärtstrend, was sich auch an den Zapfsäulen der bundesdeutschen Tankstellen widerspiegelt.

Insideraktivitäten: Deutsche Bank, K+S, ProSieben Sat.1 Media, Krones, GEA Group, Drillisch, Centrotec Sustainable, Gesco, Tom Tailor

  • Im DAX kam es zuletzt bei zwei Unternehmen zu Insidertransaktivitäten. Jaques Brand, Nordamerika-Chef der Deutsche Bank AG, trennte sich von 15.358 Aktien, was ihm rund 367.400 Euro einbrachte. Der Verkauf erfolgte in mehreren Teilausführungen zu einem gewichteten Durchschnittskurs von 25,449 US-Dollar. Bei der K+S AG stand Andreas Kreimeyer auf der Käuferseite. Das Aufsichtsratsmitglied nahm 4.000 Aktien zum Kurs von 24,02 Euro vom Markt, was ihn etwas mehr als 96.000 Euro kostete.
  • Im MDAX konnte man im Berichtszeitraum bei drei Unternehmen Insidertransaktionen beobachten. Erik Adrianus Huberts Huggers, Aufsichtsratsmitglied der ProSiebenSat.1 Media AG, erwarb 203 Anteilscheine zum Kurs von 49,55 Euro, was ihn etwas mehr als 10.000 Euro kostete. Bei der GEA Group AG war mit Michael Kämpfert ein Verkäufer zu sehen. Das Mitglied des Aufsichtsrats trennte sich zum Kurs von 38,52 Euro von 313 Anteilscheinen, was einem Erlös von knapp 12.100 Euro entsprach. Bei der Krones AG trat zum wiederholten Male die Schawei GmbH als Käufer auf. Diese Gesellschaft ist einem Aufsichtsratsmitglied des Unternehmens zuzuordnen – die geschäftsführende Gesellschafterin Petra Schadeberg-Herrmann ist  Ehefrau eines Aufsichtsratsmitgliedes. Die GmbH investierte rund 495.000 Euro, um sich 4.300 Aktien zum Kurs von 115,15 Euro ins Depot zu legen.
  • Im TecDAX war lediglich bei der Drillisch AG eine Insideraktivität zu verzeichnen. Marc Brucherseifer, Mitglied des Aufsichtsrats des Unternehmens, nutzte den Kurs von 42,39 Euro zum Ausstieg. Für 57.790 Aktien erhielt er knapp 2,45 Millionen Euro.
  • Im SDAX kam es in der vergangenen Woche auf Seiten der Firmeninsider bei drei Firmen zu Insideraktivitäten. Bei der Centrotec Sustainable AG übte das Vorstandsmitglied Christoph Traxler Kaufoptionen für 10.000 Aktien aus. Dabei investierte er 75.500 Euro, mit denen er zum Kurs von 7,55 Euro zum Einstieg kam. Bei der Gesco AG war mit Stefan Heimöller der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende gleich zwei Mal auf der Käuferseite anzutreffen. Er erwarb 9.700 Anteilscheine zum Kurs von jeweils 70 Euro, was einem Volumen von 679.000 Euro entsprach. Heiko Schäfer, Vorstandsmitglied der TOM TAILOR Holding AG nahm knapp 36.000 Euro in die Hand, um sich 7.500 Aktien zum Kurs von 4,61 Euro anzueignen.

 


 

Insiderbericht vom 27.11.2015

Börsenumfeld

Der Deutsche Aktienindex setzte seine Klettertour auch in der letzten Handelswoche wie erwartet fort und übersprang dabei sogar mühelos unser Kursziel von 11.275/80 Punkten. Damit ist dem DAX der endgültige Befreiungsschlag aus den Untiefen des „Bären“-Lands gelungen und zugleich das Tor gen Norden hin zu neuen Rekordmarken ganz weit aufgestoßen worden. Unser nächstes Kursziel ist nun die 11.800-Punkte-Marke. Geholfen hatte dem DAX zuletzt auch der weiter schwächelnde Euro gegenüber dem US-Dollar. Das Währungspaar ist mittlerweile &n